Weltneuheit: Nestlé bietet Atemluft in Flaschen an

Nach ihrem erfolgreichen Geschäft mit Trinkwasser bietet Nestlé nun als erster Lebensmittelhersteller weltweit Atemluft in Flaschen an.

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Ihre Zukunftsstrategie “twenty oxygen” sieht vor, bis 2050 40% der weltweiten Sauerstoffquellen zu privatisieren.
Diese private Luft verkaufen sie ab sofort in ihren patentierten “Nesair” Flaschen. Ebenfalls haben sie mit “Nesbreatho” einen Kaffee- und mit “Nesoxyquick” einen Schokoladenduft in Kapselform bereit.

Die Grünen schlagen Alarm, denn durch die Öffnung des O2-Marktes an Private befürchten sie, werde Sauerstoff zum Luxusgut.
“Dadurch werden ärmere Menschen wie Luft behandelt!”, ist sich Regula Rytz, Präsidentin der Grünen sicher.

“Alles nur aus der Luft gegriffen!”, behauptet Nestlé-Chef Marc Schneider.

Er sieht das ganze positiv:
“Ziel unseres Verkaufs ist es, Regionen mit schlechter Luft eine saubere Alternative zu bieten. Ausserdem ist die bisherige Monopolstellung von Bäumen und Pflanzen für die Zukunft der Sauerstoffproduktion gefährlich!”

“Das Problem der Umweltverschmutzung wird sich nicht einfach in Luft auflösen”, meint Herr Schneider, denn Konkurrenz belebe schliesslich den Markt und genau dies sei für ein solches Produkt wie Luft essentiell.

“Momentan sind Verbraucher auf unflexible Preise von 0 Franken und auch teils grosse Qualitätsunterschiede angewiesen. Stattdessen können wir nun auch völlig versmogte Städte weltweit mit reinster Luft beliefern. “

Zusätzlich könne man der explodierenden Sauerstoffverschwendung entgegenwirken, denn schliesslich müssten Menschen lernen, dass Luft nicht auf Bäumen wächst.
“Sauerstoff ist ein Lebensmittel und soll deswegen auch einen Marktwert haben, nur so lernen die Menschen die Luft wieder zu schätzen und nicht mit zweistündigen Sexmarathone zu verschwenden ”

Rückendeckung erhält Nestlé von der FDP. Mit dem Eintritt von Nestlé werde der Luft-Mark effizienter gestaltet und der Wettbewerb gestärkt. “Durch Investition in disruptive Pflanzen-Technologien wird der Sauerstoff schneller und billiger herstellt.”, meint Petra Gössi, Präsidentin der FDP Schweiz. “Nestlé ist seit Jahrzenten bereits Marktführer im Ausbeuten von Ressourcen und besitzt das nötige Know-How, das sind keine Luftschlösser die da gebaut werden!”

“Es raubt mir förmlich den Atem!”, findet Regula Rytz entsetzt. So werde die weltweit grassierende Sauerstoffknappheit nur gefördert. “Zuerst nehmen sie uns das Wasser weg und jetzt auch noch die Luft! Jetzt fehlt nur noch dass sie das Sonnenlicht privatisieren!”

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