Die Ausgangslage: Einerseits sind Schweizer zu geizig für Schliessfächer, oder zu verschlossen, um fremde Badegäste zu bitten, während der kurzen Abwesenheit auf ihre persönlichen Gegenstände aufzupassen. Andererseits legen sie aber hohen Wert auf die Sicherheit und den Schutz ihrer Wertsachen. Ein nationales Dilemma, das nun endlich der Vergangenheit angehört.

«Wir haben frühzeitig die Marktlücke erkannt», erläutert Projektleiter Georg Freiherr mit grosser Euphorie: «Das Frottee schirmt jegliche Gegenstände vollkommen vor kriminellen Blicken ab. Diebe können so keine Gegenstände stehlen, da sie ja gar nicht wissen, dass dort etwas unter diesem Tuch sein könnte!»

Bei der sensationellen Erfindung handelt es sich um ein dicht gewobenes, in der Grösse variierendes Tuch aus Baumwoll- und Nanotextilien, dessen primärer Nutzen zwar zur Abtrocknung menschlicher Körper dient, jedoch auch hohe Sicherheit für persönliche Gegenstände stiftet – das sogenannte «Tüechli» oder «Frottee». «Endlich kann ich wieder ins Wasser springen, ohne die kleine Angst-Stimme in meinem Hinterkopf, die mir ins Gewissen redet», so Martin Käfer, ein Stammgast der Marzili-Badeanstalt in Bern.

Des einen Glück ist des anderen Leid: die Diebstahlbranche weist massive Umsatzeinbrüche auf. «Schliessfächer konnte man ja noch unbemerkt aufknacken, doch gegen das «Tüechli» bin auch ich machtlos. Alle Wertsachen sind wie vom Erdboden verschluckt, ich habe keine Chance mehr, irgendetwas abzusahnen!», äussert sich eine anonyme Quelle besorgt.

Zu recht: Unter dem «Frottee» finden nicht nur Portemonnaies, Uhren und Schmuck Zuflucht, sondern auch bis zu 100l Trekking-Rucksäcke. Ob das Wundertuch jedoch im Ausland funktioniert ist unklar, da die Testphase mit internationalen Mentalitäten noch nicht abgeschlossen ist.

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