«Der Datenverbrauch bei Pornos ist in der Schweiz generell zu hoch»

sagt Urs Schaeppi, Chef Swisscom.

Nach der umstrittenen Debatte um Netz-Neutralität in den USA reagiert erstmals ein Schweizer Anbieter mit einer Drosselung der Übertragungsraten. Die Swisscom lässt ab dem kommenden Wochenende die Übertragungen jener Internet-Nutzer drosseln, dessen Pornokonsum 10 GB im Monat übersteigt. Wie von Experten befürchtet, werden nun gezielt soziale Gruppierungen ins virtuelle Abseits gestellt, in dem man ihren Internetzugang weitgehend verlangsamt.

«Das war nicht einfach eine willkürliche Entscheidung, zwei unabhängige Expertenteams sind nach einem Monat intensiver Evaluation zur selben Erkenntnis gekommen: Ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung konsumieren fast 4 ein halb Mal soviel Pornos, wie der Rest der ganzen Schweiz zusammen!», lässt Herr Schaeppi verlauten. In Fachkreisen nenne man diese Gruppierung «WIFI» – die sogenannten «wirklich intensiven fapping Internetuser». Das Leiden dieser Menschen könne man nicht anders als «Porno-Sucht» kategorisieren. Diese Menschen würden ab sofort nicht mehr in den Genuss von High-Speed 4G Internet kommen.

«Wir sehen uns gezwungen, diesen Menschen zu helfen und sie von ihrer Sucht zu befreien. Auch wenn dies vielleicht nicht gerade das ist was sie wollen, sehen wir uns als grösster Schweizer Mobilfunknetzbetreiber in der Pflicht, präventiv zu handeln. Schliesslich wissen wir, was gut für unsere Kunden ist und haben die grösste Marktmacht, um so etwas durchzusetzen» 

Intern diskutiere man nun aber bereits über mögliche Porno-Zusatzdatenpakete. «Sobald wir uns sicher sind, dass wir – wie mit unseren anderen Abos – genug Menschen abzocken und Geld damit verdienen können, werden wir damit starten!”  kündigte der Swisscom-CEO euphorisch an.
So würde beispielsweise das “Wixxer Infinity L” Abo mit 10 GB – also 10 Gangbang Szenen extra, für bereits 69.- auskommen.

Auf die Frage, wie man auf diesen Namen gekommen sei, antwortet Schaeppi:
“Im ganzen Land sind wir bereits für unsere Tarife bekannt. Um unsere Preispolitik zu unterstreichen, haben wir deshalb einen Namen gewählt, welcher uns am besten beschreibt.”

Ausserdem steht auch das “Milfinity” Abo für 33.- zur Debatte. Dort könne die Mutter gratis das Angebot mitbenutzen.

Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehört aber nicht nur die Swisscom: Mittlerweile verzeichnen die DVD-Abteilungen von Erotik-Märkten, Telefonsex-Hotlines und Ricardo-Verkäufer alter VHS-Pornokasetten einen massiven Anstieg in der Nachfrage.

«Das kann und darf nicht sein!», sagt Onan Yren, Sprecher des neu gegründeten Vereins ‘WIFI gegen Netz Diskriminierung’, «Die Alkoholindustrie minimiert den Verkauf von Alkohol an Alkoholiker ja auch nicht. Wer sich innerhalb weniger Monaten eine Leberzirrose holen will, kann dies aus freien Stücken tun. Ausserdem sterben Millionen von Menschen jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums, Pornokonsum dagegen ist völlig risikofrei. Warum sollte ich mir deshalb ein pseudo-belehrendes Verhalten von meinem Internet-Provider aufzwingen lassen? Die haben doch nur wieder das Geld im Kopf und jetzt haben sie den Freipass erhalten, die kostenineffizientesten Kunden zu beseitigen! Nun kann ich mir zur Beruhigung nicht mal mehr einen runterholen, wenn mir die neuste überteuerte Swisscom Rechnung ins Haus geflattert ist. Ein trauriger Tag für die Freiheit und die Demokratie!»

 

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6 Kommentare

  1. Seit wann weiss Swisscom was für mich gut ist? Wird immer wie mehr zu einer Abzockerfirma! Was geht die meinen Pornokonsum auch nur im Geringsten an?

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