Die grösste Ansteckungsgefahr besteht im familiären Umfeld – davon ist das BAG überzeugt. Nun verordnet der Bundesrat in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit eine landesweite Maskenpflicht in den eigenen vier Wänden.

«Jedes Familienmitglied muss zu jeder Zeit in besonders gefährdeten Bereichen eine Schutzmaske tragen, wenn sich der Sicherheitsabstand nicht einhalten lässt» , erklärte das BAG. Was genau zu den gefährdeten Bereichen gehört, hat der Bundesrat noch nicht klar definiert.
«Gemeinsam genutzte Gegenstände wie die Fernbedienung, alle Türklinken sowie Lichtschalter sollten abmontiert und strengstens vermieden werden, um die Ansteckungsgefahr im eigenen Heim zu minimieren.»

Einige Regeln für den Haushalt sind bereits klar. Beim Besuch der Toilette darf man die Maske abziehen, da es sich um eine Privatveranstaltung handelt. Beim gemeinsamen Essen muss man die Maske ausnahmslos tragen. Nur bei der Nahrungszufuhr darf man die Maske zur Seite schieben.
Ebenfalls beim Geschlechtsverkehr sowie während des Schlafs muss die Maske getragen werden.

Probleme in Haushalten

Diese Massnahme sorgt für viele Unstimmigkeiten bei Paaren – Streit und (für Maskenträger) hitzige Diskussionen sind die Folge.
«Meinem Partner geht normalerweise nach etwa 38 Sekunden die Puste aus, mit den Masken wird das ganze also noch kürzer.», berichtet uns eine junge Frau aus Bettenhausen im Kanton Bern, sichtlich traurig.

«Das einzig Positive ist, dass ich den Mundgeruch meines Mannes am morgen nicht riechen muss».

Auch die grösste Schweizer Arbeitergewerkschaft Unia zeigt sich von den neuen Massnahmen verwirrt. Herr Peter Wörkbitsch, Präsident der Gewerkschaft erzählt von grossen Uneinigkeiten.

«Es ist unklar ob die Maskenpflicht auch im Homeoffice gilt, denn für viele ist das ist ja der eigentliche Arbeitsplatz. Ist Zuhause nun der Arbeitsplatz, oder Arbeitsplatz das neue Zuhause?»

Die positiven Seiten

Doch nicht ganz alle sind unzufrieden mit der Entscheidung des Bundesrates.

«Wir haben uns immer von aussen beschützt», so ein betroffener Familienvater aus Zürich. «- was aber, wenn die Gefahr unter uns ist? Ich wusste schon immer, dass meine Schwiegermutter ein potentieller Feind ist und hoffe deswegen auf weitere Massnahmen»

Zurzeit diskutiert der Bundesrat noch über eine Tauchmaskenpflicht beim Baden sowie Duschen. Welche neuen Schutzmassnahmen noch folgen, wird sich im Laufe der nächsten Wochen zeigen.

 

 

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